EUROFORUM-Live-Webcast
Quo vadis Maßgeblichkeitsprinzip?
Auswirkungen des BilMoG auf die Handels- und Steuerbilanz
17. September 2010, 12:00-12:45 Uhr, München
Infolge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde die Reichweite des Maßgeblichkeitsprinzips nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Halbs. 2 EStG begrenzt. Die Abschaffung der Umkehrmaßgeblichkeit impliziert, dass das steuerliche Wahlrecht nunmehr autonom im Rahmen der steuerlichen Gewinnermittlung ausgeübt werden kann. Strittig ist, inwiefern die Option zur autonomen Wahlrechtsausübung lediglich für diejenigen steuerlichen Wahlrechte gilt, die mangels Einklang mit den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) nicht im Handelsrecht existent sind (GoB-inkonforme Wahlrechte) oder aber sämtliche handels- und steuerrechtlichen Wahlrechte umfasst.
Damit steht die Zukunft der formellen Maßgeblichkeit, welche eine zwingende Anknüpfung an die tatsächliche Wahlrechtsausübung in der Handelsbilanz fordert, in Frage. Im Schrifttum sowie nach dem BMF, Schr. v. 12.03.2010 wird die Auffassung vertreten, dass sich die von der Handelsbilanz losgelöste Ausübung steuerlicher Wahlrechte sowohl auf GoB-inkonforme als auch auf -konforme Wahlrechte bezieht und somit die formelle Maßgeblichkeit nicht mehr gültig bzw. wesentlich eingeschränkt ist.
- Novellierung und Reichweite des Maßgeblichkeitsprinzips
- Die Zukunft der formellen Maßgeblichkeit
- Steuerrechtliche Wahlrechte
- GoB-inkonforme und -konforme Wahlrechte
- Einfluss auf Bilanzpolitik und latente Steuern
Diskutieren Sie am 17. September 2010 in dem kostenlosen Live-Webcast „Quo vadis Maßgeblichkeitsprinzip?“ unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Carl-Christian Freidank die generelle Zukunft des 135-jährigen Maßgeblichkeitsprinzips in Deutschland.
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MODERATION
StB Prof. Dr. habil.
Carl-Christian Freidank
Universität Hamburg
Professor Carl-Christian Freidank ist seit 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Revisions- und Treuhandwesen und seit 1996 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Wirtschaftsprüfung und Steuerwesen an der Universität Hamburg.
REFERENTEN
Dr. Christian Fink
Freudenberg & Co. KG, Weinheim
Referent Bilanzrecht
Dr. Christian Fink ist Referent für Bilanzrecht bei der Freudenberg & Co. KG in Weinheim, wo er insbesondere mit der Analyse aktueller Entwicklungen nationaler wie internationaler Rechnungslegungsstandards und deren Implikationen betraut ist. Auf internationaler Ebene wirkt Dr. Christian Fink im IFRS Sounding Board von Business Europe, dem Dachverband des BDI, mit. Er ist u.a. Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim sowie Autor und Koautor einer Vielzahl von Fachbeiträgen zu Themen der nationalen wie internationalen Rechnungslegung.
Ingetraut Meurer
Ministerialrätin,
Bundesministerium der Finanzen
Frau Meurer absolvierte ihr Studium der Rechtswissenschaften in Mainz.1980 erfolgte ihr Eintritt in die Finanzverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz.1990 wechselte sie zum BMF; zunächst als Referentin im Bilanzsteuerreferat und ab 2001 als Referatsleiterin im Referat für Bilanzsteuerrecht, Einkünfte aus Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit und Teilbereiche Umwandlungssteuerrechts.
Dirk Driesch
Geschäftsführender Gesellschafter,
Susat und Partner
Diplom-Kaufmann WP/StB/CPA Dirk Driesch Geschäftsführender Gesellschafter bei SUSAT und betreut neben börsennotierten Mandanten familiengeführte mittelständische Unternehmensgruppen in den Branchen Handel, Industrie und Dienstleistung in der Abschlussprüfung nach nationalen (HGB) und internationalen (IFRS/US GAAP) Rechnungslegungsstandards, bei Due Diligences und prüfungsnaher betriebswirtschaftlicher Beratung.
Dr. Gerrit Adrian
Steuerberater, KPMG
Steuerberater, Diplom-Kaufmann Dr. Gerrit Adrian ist als Senior Tax Manager im National Tax Department bei KPMG in Frankfurt am Main tätig. Seit 2004 ist er Lehrbeauftragter der Universität Siegen. Der Beratungsschwerpunkt von Dr. Gerrit Adrian liegt im Bereich des Internationalen Steuerrechts und des Konzernsteuerrechts.